Zündzeitpunkt


Der Zündzeitpunkt ist im vor allem von der Drehzahl des Motors und seiner Belastung abhängig. Beim Viertakter befindet sich der Kolben während des zweiten Arbeitstaktes in der Aufwärtsbewegung, um das Gemisch zu verdichten. Dieses wird anschließend von der Zündkerze entzündet und brennend vom Kolben im dritten Arbeitstakt nach unten gedrückt. Es ist entscheidend, dass die Zündung genau im richtigen Augenblick erfolgt. Nach der Entzündung verbrennt das Gemisch. Bis dabei der maximale Verbrennungsdruck entsteht, vergehen einige Momente. Deshalb wird das Gemisch schon zu einem Zeitpunkt gezündet, an dem sich der Kolben noch auf dem Weg zum höchsten Punkt befindet. So entsteht der maximale Verbrennungsdruck genau dann, wenn sich der Kolben wieder auf dem Rückweg nach unten befindet.

Die Zeit, die vom Entzünden verstreicht, bis der maximale Verbrennungsdruck herrscht, ist fast immer gleich. Diese Zeitspanne ist nicht abhängig von der Drehzahl. Wird die Drehzahl erhöht, überwindet der Kolben allerdings in der gleichen Zeit einen längeren Weg, als wenn die Drehzahl niedriger wäre. Deshalb benötigt man einen früheren Zündzeitpunkt, wenn die Drehzahl steigt. Nur so lässt sich der ideale Zündzeitpunkt erreichen, der für den maximalen Verbrennungsdruck sorgt. Der Zündzeitpunkt muss sich also unabhängig von der Drehzahl verstellen lassen. Für diese Aufgabe ist der Fliehkraftregler zuständig. Für den richtigen Zündzeitpunk ist der Fliehkraftregler verantwortlich, der sich hinter dem Gehäuse des Unterbrechers eingebaut ist.

Verwandte Begriffe: Zündspule, DDE, DME