Runderneuerung


Neue Reifen sind nach einiger Zeit unumgänglich. Da der Reifen unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt ist, z. B. Schlaglöcher und Bordsteinkanten, so ist der Zustand des Reifen sehr wichtig. Spätestens nach einer Profiltiefe bei Winterreifen von 4 mm und bei Sommerreifen von 2,5 mm muss der Reifen ausgewechselt werden, ansonsten kann das Weiterfahren gefährlich werden. Da neue Reifen relativ teuer sind, ist die kostengünstige Alternative zu einem Neukauf, die Runderneuerung.

Die Runderneuerung ist zudem noch wirtschaftlich, hier können Ersparnisse bis zu 45 % möglich sein. Es gibt zwei Verfahren bei der Runderneuerung, einmal das Heißbesohlen und das Kaltbesohlen. Für die Runderneuerung werden hochwertige Karkassen (tragendes Gerüst, das aus Gewebeunterlagen besteht) ausgewählt. Beim Kaltbesohlen wird das Restgummi von der Lauffläche abgerauht. Der nächste Arbeitschritt ist das Auflegen des Laufstreifens und das Vulkanisieren. So wird eine unauflösliche Verbindung zur Karkasse hergestellt. Beim Heißbesohlen wird die Karkasse in eine Form eingespannt. Um die Karkasse werden Formen gelegt, die die Konturen des späteren Profils aufweisen. In den Formen sind kleine Bohrungen vorhanden, das flüssige Gummi füllt somit die Hohlräume zwischen Form und Karkasse. Nach dem Abkühlen ist der Reifen gefestigt und fahrbereit. Für diese Verfahren wird 20- 30% weniger Kautschuk im Gegensatz zu einem Neureifen verwendet. Ein großer Teil des abgefahrenen Reifens wird wieder verwertet, das schont die Umwelt. Der runderneuerte Reifen muss gekennzeichnet sein, das Zeichen Retread, Retreaded oder Runderneuert wird eingeprägt.

Hochwertige runderneuerte Reifen bewähren sich nicht nur durch ihre hohe Laufzeit, auch andere positive Eigenschaften weisen gute runderneuerte Reifen auf, z. B. Aquaplaningschutz sowie hervorragende Rolleigenschaften. Nicht nur der vergleichsweise niedrige Preis zu einem Neureifen spielt eine große Rolle, sonder runderneuerte Reifen sind ökologisch sinnvoll durch die Wiederverwertung.

Verwandte Begriffe: Radialreifen, Mindestprofiltiefe, Aquaplaning