Piezo-Injektoren


Um die Möglichkeiten der Einspritzung weiter zu optimieren, wurde ein so genannter Piezo- Injektor deutscher Herkunft entwickelt. Der Vorteil liegt darin, dass der Piezo- Injektor sich doppelt so schnell steuern lässt, als Magnetventil- Injektoren. Dadurch lassen sich die Einspritzzeiten so steuern, dass sie eine noch bessere Nutzung der Motorwerte erreichen, was sich in jedem Fall positiv auf den Verbrauch, Motorgeräusch, Abgasausstoß und mehr Leistung bemerkbar macht. Die Piezo-Inline-Injektoren sorgen für eine exakte Steuerung des Einspritzverlaufes. Durch die Schnelligkeit der Piezo-Injektoren lässt sich das Einspritzventil fünf mal schneller schalten, die Einspritzmenge so exakter steuern, was wiederum für eine bessere Verbrennung sorgt.

In einem Common Rail System, welches mit einer Hochdruckpumpe und einer Verteilerleiste für je eine Zylinderbank ausgerüstet ist, beträgt der Einspritzdruck maximal 1.600 bar, 250 bar mehr als bei älteren Modellen. Die Einspritzung mit dem Piezo- Injektor sorgt für eine elektrische Spannung, die an Keramik angelegt, deren Strukturen verändert, was zur Folge eine winzig kleine Veränderung darstellt und mechanisch eine Öffnung der Einspritznadel auslöst. Der Einsatz von Piezo-Injektoren sorgt für eine reduzierte Masse an der Düsennadel, was zu einer Minderung der Masse von 16 Gramm auf 4 Gramm führt und deutlich die dosierbare Einspritzmenge reduziert. Des Weiteren erhöht die Piezo- Technik die Geschwindigkeit der Düsennadel. Mit dieser Technik lässt sich die Zahl der Einspritzvorgänge pro Arbeitstakt beliebig steuern. Einige Turbo-Dieselmotoren erreichen durch den Einsatz von Piezo- Injektoren bis zu fünf Einspritzungen, die unterteilt sind in Haupteinspritzung, eine doppelte Einspritzung im mittleren Bereich, eine Voreinspritzung, sowie im unteren maximalen Lastbereich eine Nacheinspritzung. Alle Einspritzungen zusammen sorgen für eine optimale Verbrennung.